Pak Choi ist nicht nur in Teilen Asiens ein populäres Blattgemüse sondern wird auch bei uns geschätzt und ganzjährig angeboten. Man erhält ihn in Asialäden und gut sortierten Supermärkten. Verzehrt werden kann dieser Kohl roh und gedünstet, zum Beispiel als Salat oder kurzgebraten.
Dass er nahe mit dem Chinakohl verwandt ist, lässt sich am Geschmack unschwer erkennen. Keine verwandtschaftlichen Verhältnisse bestehen hingegen zum ähnlich aussehenden Mangold.

Kurzporträt
Botanischer Name: Brassica rapa ssp. chinensis
Trivialnamen: Senfkohl, Pak Choi, Pok Choi, Pak Choy, Blätterkohl u. a.
Größe: Zwischen 20 und 50 Zentimeter, je nach Sorte
Verwendung: Roh oder gegart als Salat, Gemüse, Suppe
Lagern: 7-10 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks
Einfrieren: Nein, wird matschig
Aussaat: Mai bis Juli, Sprossen können ganzjährig gezogen werden
Ernte: Nach 8 bis 12 Wochen
Energie: 12 kcal/51 kj je 100 g Frischware

Botanik
Die botanische Bezeichnung des Pak Choi lautet Brassica rapa ssp. chinensis. Das Kürzel ssp. (= subspecies) bedeutet, dass es sich dabei um eine Unterart handelt. Der Elternart, dem Rübsen (Brassica rapa), werden noch weitere populäre Unterarten zugeordnet, wie zum Beispiel den Chinakohl (ssp. pekinensis) oder die Speiserübe (ssp. rapa).
Nicht ganz so nahe verwandt wie mit dem Chinakohl, ist Pak Choi mit der Steckrübe.

Sorten
Im Handel werden verschiedene Sorten angeboten. Ich verwende zumeist den oben gezeigten Mini Pak Choi. Er wird nur ungefähr 20 Zentimeter hoch. So hübsch wie lecker, ist die rotblättrige Sorte „Amur“.

Lagerung
Pak Choi wird am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt, eingepackt in einen Gefrierbeutel. So kann er 7 bis 10 Tage frisch bleiben.
Inhaltsstoffe
Neben Vitamin C, Kalium und Kalzium enthält dieser Kohl auch Senföle. Er ist mit dem Senf (Brassica nigra) verwandt.
Nährwerte (je 100 g Frischware)
Kcal/kj: 12/51
Eiweiß: 1,1 g
Fett: 0,3 g
Kohlenhydrate: 1,2 g
Ballaststoffe: 1,9 g
Pak Choi Anbau
Der Anbau von Pak Choi im Garten ähnelt dem der anderen Kohlarten. Allerdings mag er es etwas wärmer und lässt bereits bei einem halben Grad minus die Blätter hängen.
Die kleinen Sorten eignen sich gut für den Topf oder Balkonkasten. Wer nur gelegentlich ein paar Blätter ernten möchte, für den ist diese Form der Kultur ideal.
Basisinfos
Aussaat: Ab April im Haus, Ende Mai im Freiland
Standort: Voll- bis teilsonnig
Boden: Humos
Gießen: Gleichmäßig feucht halten
Düngen: Komposterde, organischer Gemüsedünger
Ernte: Nach 8 bis 12 Wochen

Die Anzucht aus Samen
Ein guter Zeitpunkt für die Aussaat im Haus ist Anfang bis Mitte April. Da Pak Choi frostempfindlich ist, sollte er nicht vor den Eisheiligen (15. Mai) in den Garten kommen.
Er keimt und wächst anschließend recht schnell. Die ideale Anzuchttemperatur liegt zwischen 16 und 20 °C. Dann können die ersten Samen bereits nach 2 Tagen aufgehen.
Als Substrat kann handelsübliche Aussaat- oder Gemüseerde zum Einsatz kommen. Diese Mischungen sind im Gegensatz zu Blumenerde nur leicht oder organisch vorgedüngt.
Die Saattiefe beträgt 3 bis 5 Millimeter. Der Standort sollte sonnig und hell sein.
Abdecken muss man den Anzuchttopf nicht. Die Erde hält man gleichmäßig feucht aber nicht tropfnass. Pikieren (vereinzeln) kann man die Jungpflanzen, wenn sie ungefähr 5 Zentimeter hoch sind.
Anbau im Garten
Die Direktsaat oder das Auspflanzen im Garten darf Anfang Juni bis Ende Juni erfolgen. Kühle Witterung kann zum Schossern führen. Was bedeutet, es wird nur ein Blütentrieb, mit einigen wenigen kleinen Blättern ausgebildet.
Leider ist Pak Choi bei den Spanischen Wegschnecken sehr beliebt, die vor allem junge Pflanzen innerhalb kurzer Zeit verputzen können. Um ihn davor zu schützen, verwende ich Schneckenringe. Die sehen nicht schön aus, halten die schleimigen Kriecher aber ohne Chemie vom Gemüse und den Kräutern fern.

Ideal ist ein Standort, an dem das Kohlgemüse für mindestens 4 Stunden täglich der Sonne ausgesetzt ist.
Den Boden hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. Zum düngen eignen sich Komposterde, die man im Herbst oder Frühjahr auf die Beete geben kann, sowie organischer Gemüsedünger.


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