Allium schoenoprasum
Der Schnittlauch (Allium schoenoprasum) zählt zu den beliebtesten Küchenkräutern. Er ist frisch, gefroren, gefriergetrocknet und als Topfpflanze erhältlich. Neben Vitamin C enthält er unter anderem Eisen, Phosphor und ätherische Öle.
Je nach Sorte erreicht Schnittlauch eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern. Seine weißen oder violetten Blüten erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer. Sie sind essbar und besitzen ein würziges Aroma.

Allium schoenoprasum eignet sich zum Verfeinern von Suppen, Eintöpfen und Soßen. Auch roh, beispielsweise auf Butterbrot oder in Quark, entfaltet er seinen Geschmack. Da er beim Erhitzen rasch an Aroma verliert, wird er erst gegen Ende der Garzeit zugegeben.
Für den Anbau im Garten oder auf dem Balkon eignet sich Schnittlauch das ganze Jahr über.

Schnittlauch im Garten
Standort: Sonnig bis halbschattig
Boden: Mäßig bis gleichmäßig feucht, humos, mit etwas Lehm und Sand
Düngung: Kompost oder organischer Gemüsedünger
Winterhart: Je nach Sorte bis -25 °C
Standort: Ideal ist ein sonniger Platz. Auch lichter Halbschatten wird gut vertragen, sofern einige Stunden Sonnenlicht zur Verfügung stehen.
Boden: Schnittlauch gedeiht in allen Böden, die weder dauerhaft nass noch stark ausgetrocknet sind.
Für eine reiche Ernte empfiehlt sich ein humoser Boden, der auch etwas Lehm enthalten darf. Humus lässt sich beispielsweise in Form von Kräutererde oder Kompost bei der Pflanzung einarbeiten.
Gießen: Während der Wachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst sollte die Erde mäßig bis gleichmäßig feucht bleiben. Die Oberfläche darf zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
Düngen: Im Frühjahr genügt eine Gabe Komposterde oder organischer Gemüsedünger.
Überwintern: Schnittlauch ist gut winterhart. Je nach Sorte werden Temperaturen bis etwa -25 °C vertragen.

Schnittlauch im Topf auf dem Balkon
Die Kultur im Topf, Kübel oder Balkonkasten ist unkompliziert. Dort kann Schnittlauch ganzjährig auf Balkon oder Terrasse stehen.
Substrat: Gut geeignet sind Aussaat- oder Gemüseerden. Im Gegensatz zu vielen Zierpflanzensubstraten sind sie nur schwach oder organisch vorgedüngt.
Gießen: Während der Wachstumszeit wird durchdringend gegossen, bis das Substrat ausreichend Wasser aufgenommen hat. Überschüssiges Wasser im Untersetzer sollte nach einigen Minuten entfernt werden. Vor der nächsten Wassergabe darf die Erde gut antrocknen, jedoch nicht vollständig austrocknen.
Düngen: Da handelsübliche Substrate meist vorgedüngt sind, ist im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen keine zusätzliche Düngung erforderlich.
Ab dem zweiten Jahr kann von April bis September einmal monatlich organischer Flüssigdünger verabreicht werden.
Überwintern: Auch im Topf, Kübel oder Balkonkasten ist Schnittlauch ausreichend winterhart. Während der kalten Jahreszeit zieht er ein und bleibt meist blattlos. Das Substrat wird in dieser Zeit nur mäßig feucht gehalten.
Gegossen wird ausschließlich an frostfreien Tagen. Dabei ist zu beachten, dass auch gefrorene Erde mit der Zeit austrocknen kann.

Schnittlauch in der Wohnung
Für die Kultur in der Wohnung benötigt Allium schoenoprasum einen möglichst sonnigen Standort sowie eine Winterruhe. Hierfür kann der Topf im Herbst für vier bis acht Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks untergebracht oder über den Winter an einem kühlen Fensterplatz aufgestellt werden.
Schnittlauch vermehren
Die einfachste Methode zur Vermehrung von Schnittlauch ist das Teilen älterer, kräftiger Pflanzen. Auch die Aussaat gelingt zuverlässig. Im Handel sind verschiedene Sorten als Saatgut erhältlich.
Die Samen werden direkt in die Erde gesät und etwa 0,5 Zentimeter hoch mit Substrat bedeckt. Geeignet sind handelsübliche Kräuter- oder Gemüseerden.

Bei Temperaturen zwischen 15 und 20 °C erscheinen die ersten Keimlinge meist nach sieben bis zehn Tagen. Das Substrat sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Eine Abdeckung des Topfes ist nicht erforderlich.
Während der Anzucht empfiehlt sich ein möglichst heller und sonniger Standort. Bei Lichtmangel wachsen die Sämlinge häufig zu lang und verlieren an Stabilität.

Wurde sehr dicht gesät, sollten die Jungpflanzen nach und nach vereinzelt werden. Die entnommenen Pflänzchen lassen sich bereits in der Küche verwenden.

Überlagerte Keimsaaten nicht wegwerfen!
Keimsaaten und andere Samen lagern
Knoblauch
Zwiebelsprossen