Weizensprossen

Weizensprossen

Triticum aestivum

Weizenkeimlinge

Tipp

Weizen wird als Keimsaat in kleinen Päckchen angeboten. Diese Tütchen sind häufig so teuer wie die großen 1 kg-Packungen. Bioweizen aus dem Supermarkt, Reformhaus oder Bioladen ist ebenfalls keimfähig und eignet sich gut für die Anzucht von Sprossen.

Weizensprossen

Anzucht

  • Einweichen: 8 bis 12 Stunden
  • Keimdauer (bei 18-20 °C): 1 bis 3 Tage
  • Wässern: mindestens 2-mal täglich
  • Keimgerät(e): Keimglas, Schalen, Sprossenturm
  • Ertrag: 1 Tasse Weizen ergibt 3 Tassen Sprossen
Weizenkeime im Quark
Weizenkeime können roh gegessen werden, sie schmecken gut im Müsli oder Früchtequark.

Verwendung, Lagerung & Inhaltsstoffe

  • Roh essen: ja
  • Aroma: leicht süßlich
  • Verwendung: Müsli, Fruchtjoghurt-oder quark, Shake/Smoothie, zum Dekorieren bzw. Verfeinern von Salat und anderen Gemüsegerichten
  • Haltbarkeit im Kühlschrank: 3 bis 4 Tage im Gemüsefach, dort wachsen sie weiter und schmecken bitter, sobald der Keimling die Länge des Korns erreicht hat
  • Einfrieren: ja, aus Hygienegründen würde ich gefrorene Sprossen nur blanchiert essen
  • Vitamine (Auszug): B1, B2, B6, C, E
  • Mineralstoffe (Auszug): Chlor, Jod, Eisen, Magnesium, Mangan, Kalzium, Phosphor, Zink
Weizensprossen und Weizenkörner
Weizensprossen (links) und getrockneter Weizen (rechts).

Was ist Weizen?

Wenn von Weizen die Rede ist, wird zumeist Weichweizen gemeint. Dabei handelt es sich um ein einjährig wachsendes Gras aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Zu dieser Familie zählen weitere populäre Getreidearten wie Reis, Dinkel, Gerste, Hafer und Roggen.

Der botanische Name des Weichweizen lautet Triticum aestivum. Er kommt nicht natürlich vor, sondern ist durch Züchtung entstanden. Als Kulturpflanze wird er seit mehreren tausend Jahren verwendet.

Weizen wird entweder im Frühjahr ausgesät und als Sommerweizen angebaut oder im Herbst als Winterweizen. Je nach Sorte wird er zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch.

Im konventionellen Getreideanbau können Wachstumsregelutaoren zum Einsatz kommen. Sie sollen die Wuchshöhe verringern, die Standfestigkeit erhöhen und die Lagerfestigkeit verbessern (Quelle mit werblich Aussagen).

Die Samen des Weizen enthalten neben Kohlenhydraten und Fett auch ungefähr 10 % Eiweiß(e). Das bekannteste davon ist das Klebereiweiß (Gluten). Es ist als Pulver im Handel zu erhalten und kann zu Seitan verarbeitet werden.

Leider werden die Weizeneiweise nicht von allen Menschen gut vertragen. Sie können mehr oder weniger heftige allergische Reaktionen auslösen.

Weizengras
Weizengras

Vom Weichweizen werden nicht nur die Körner verwendet, sondern auch das Grünkraut, die jungen Grashalme. Dieses Weizengras gilt als supergesundes Wundermittel. Es ist getrocknet in Kapseln oder als Saft zu erhalten und enthält kein Gluten. Aber dafür viele Vitamine, Mineralstoffe und Chlorophyll.

Allerdings auch nicht unwesentlich mehr als andere grüne Salate oder Gemüsearten (Quelle).

Weizengras lässt sich einfach auf der Fensterbank anziehen. Dafür kann ein Sprossenturm verwendet werden.